WIDERSPRUCH GEGEN FACEBOOK-AGB NUTZLOS

Aktuell finden sich bei vielen Facebook-Nutzern, auch bei einer Vielzahl unserer Freunde und Mandanten, AGB-Widersprüche auf der Timeline. Ein solcher Widerspruch ist jedoch rechtlich irrelevant und zwecklos. Warum?

Wer sich bei Facebook anmeldet, muss auch die Nutzungsbedingungen akzeptieren. Hierdurch sichert sich Facebook einige Rechte an den hochgeladenen Daten wie z.B. Fotos.

Nunmehr wird der Irrglaube verbreitet, dass einer kommerziellen Nutzung der Daten durch das Teilen einer solchen Statusmeldung (Widerspruch) widersprochen werden kann. Danach dürfe Facebook die Daten nicht mehr an Dritte herausgeben. Dies entspricht jedoch nicht den Tatsachen.

Würde man als Nutzer den Facebook-AGB widersprechen wollen, wäre dieser nur wirksam, wenn der Widerspruch Facebook auch tatsächlich zugegangen ist. Widersprüche auf der Timeline reichen für einen solchen Zugang nicht aus, denn Facebook muss den Post nicht zur Kenntnis nehmen, da es nicht zugemutet werden kann, jeden Post seiner Nutzer zu lesen.

Davon abgesehen, bleiben die Urheberrechte an den hochgeladenen Daten, insbesondere Fotos, ohnehin beim Nutzer. Dieses muss nicht ausdrücklich erklärt werden (wäre auch noch schöner).

Facebook können nur Nutzungsrechte eingeräumt werden. Dies ist auch in den AGB geregelt. Ansonsten wäre Facebook auch nicht Facebook, da die meisten Funktionen, insbesondere das Teilen von Statusmeldungen, nicht möglich wären.

Nach derzeitigem Stand ist auch noch kein Fall bekannt, bei dem Facebook-Daten eines Nutzers außerhalb von Facebook verwendet worden sind. Insofern dürfte die Panikmache auch völlig unbegründet sein.

Die zahlreichen Widersprüche gegen die Facebook AGB sind jedenfalls rechtlich wertlos und dazu noch inhaltlich falsch begründet.

Statt entsprechende Meldungen ungeprüft zu teilen und zu verbreiten, sollte man stattdessen lieber Wert darauf legen, seine Privatsphäre im Rahmen der möglichen Einstellungen zu schützen und darauf zu achten, nur Bilder etc. zu posten, bei denen man sich sicher sein kann, dass diese auf ewig im Internet verweilen können, ohne dass man hierdurch Nachteile erleidet.

Aus unserer Sicht sind jedenfalls schnell verbreitete Einträge oder herauskopierte Fotos durch andere Nutzer eher dazu geeignet einem Facebooknutzer zu schaden als die geltenden AGB.